Ewakuacja z Pomorza - 1945

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Ewakuacja z Pomorza - 1945

Postprzez Flavi » 25 Cze 2012, 18:28

Relacje osób ewakuowanych i uciekinierów przed Armią Czerwoną z Pomorza.

Pokrewny wątek: Koszalin 1945 - relacje świadków
Flavi
 

Re: Ewakuacja z Pomorza - 1945

Postprzez Krzysztof » 25 Cze 2012, 18:41

Die Flucht der deutschen Bevölkerung vor der Roten Armee

Die Fluchtbewegung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten leitete die größte Bevölkerungswanderung des Zweiten Weltkrieges ein. Bis zum Zusammenbruch der Heeresgruppe "Mitte" im Sommer 1944, der die Rote Armee schlagartig in die Nähe der Reichsgrenzen brachte, schien der deutsche Osten fern ab von jeglichem Kriegsgeschehen. Die Seltenheit von Luftangriffen und die bislang große Entfernung zum Frontverlauf hatten die dortige Bevölkerung in trügerischer Ruhe gelassen. Als im Oktober 1944 Rotarmisten zum ersten Mal deutschen Boden betraten, hatten sie vor allem die menschenverachtende Besatzungsherrschaft der Deutschen in der Sowjetunion in Erinnerung. Aufgestauter Hass über Plünderungen, Vergewaltigungen und willkürliche Erschießungen entlud sich nun an der deutschen Zivilbevölkerung. Die barbarischen Ausschreitungen der sowjetischen Soldaten auf deutschem Boden erreichten entsetzliche Ausmaße und nahmen der Zivilbevölkerung jede Hoffnung, ihr Leben auf eine andere Weise als durch Flucht retten zu können. Aufgrund des Widerstandes fanatischer NSDAP Funktionäre wurde jede Vorbereitung zur Flucht unter Todesstrafe verboten. Es war für die Partei unvorstellbar, das Land kampflos vor dem Feind zu räumen. Da den Gauleitern als "Reichsverteidigungskommissaren" die oberste Weisungsbefugnis in Verteidigungsfragen zukam, häuften sich ebenso militärische Fehlentscheidungen, welche die Rettungsmaßnahmen der Wehrmacht zusätzlich behinderten. Infolgedessen verliefen die mit der sowjetischen Winteroffensive 1945 einsetzenden Fluchtbewegungen meist völlig chaotisch und panikartig. Viele Orte wurden von den Bewohnern erst verlassen, als die Rote Armee in unmittelbarer Nähe war. Es kam dabei oft zu erschütternden Szenen, wenn Flüchtlingstrecks in Kämpfe gerieten oder einfach von vorrückenden sowjetischen Einheiten überrollt wurden. Sofern die winterliche Flucht gelang, verlief sie unter erbärmlichen Umständen und unter großen Entbehrungen. Bis zum Jahresanfang 1945 flohen vier bis fünf Millionen deutsche Zivilisten aus dem Warthegau, Ostpreußen, Danzig, Pommern, Schlesien und Ostbrandenburg nach Westen.

Am 26. Januar 1945 wurde Ostpreußen durch einen Vorstoß der Roten Armee ans Frische Haff abgeschnitten, und der Bevölkerung blieb als einziger Ausweg die Flucht über das zugefrorene Haff zu den noch erreichbaren Ostseehäfen. Viele Menschen starben in der klirrenden Kälte durch die fortlaufenden sowjetischen Tieffliegerangriffe oder wenn ihr Wagen ins Eis einbrach. Auf der Ostsee wurde indessen eine gewaltige Rettungsaktion, an der fast 800 Militär-, Handels- und Passagierschiffe teilnahmen, organisiert. Bis zum Mai 1945 konnten so über den Seeweg zwei bis drei Millionen Menschen evakuiert werden, wobei nur ein Prozent von ihnen ums Leben kam. Um einen Eindruck der Ereignisse zu geben, sei hier die Flucht einer Frau mit ihrer Mutter und zwei Söhnen aus der pommerschen Stadt Bütow beschrieben:

Die Flucht am Morgen des 3. März 1945 geschah erst bei unmittelbarer Nähe der Front. Mangels eines Fahrzeuges konnte nur das Nötigste mitgenommen werden. Aufgrund des mittlerweile erfolgten Räumungsbefehles wurden schließlich jedoch offene Lastwagen bereitgestellt, welche die Flüchtlinge dicht zusammengedrängt in eisiger Kälte nach Osten fuhren. Erst am Abend des selben Tages erreichte die Lastwagenkolonne über die überfüllten Straßen die 60 km entfernte Stadt Stolp. Obwohl mittlerweile bekannt war, dass der Fluchtweg nach Westen von sowjetischen Streitkräften abgeschnitten war, wurde den Menschen das Ziel ihrer Flucht nach Osten nicht bekannt gegeben. In den nächsten Tagen gelangten sie teils zu Fuß, teils auf Wehrmachtswagen dem allgemeinen Flüchtlingsstrom im nördlichen Pommern folgend, am 10. März nach Gotenhafen. In der mit Flüchtlingen überfüllten Stadt schien es zunächst nicht möglich, Schiffskarten für eine Überfahrt nach Westen zu erhalten. Glücklicherweise bot sich der Leiter eines Heimes der Kinderlandverschickung an, die zwei Frauen und Kinder zusammen mit seiner Kindergruppe mitzunehmen. Nach tumultartigen Zuständen, die entstanden, weil nur der kleinste Teil der Flüchtlinge Karten durch das Rote Kreuz erhalten hatte, gelangten sie schließlich an Bord der Goya. Die Überfahrt zusammen mit 3.000 anderen Flüchtlingen auf dem überfüllten Schiff verlief glatt, so dass sie nach wenigen Tagen in Swinemünde eintrafen. Im Juni 1945 gelangten die zwei Frauen mit den zwei Kindern schließlich nach neuen Strapazen nach Hamburg.



Quelle: Stefan Mannes - "Flüchtlinge - Vertriebene - Displaced Persons - Die Dimension der Wanderungsbewegungen und demographischen Verschiebungen" (http://www.homepage-europa.at/archiv/hp ... 0shoah.htm), dostęp 25 czerwca 2012
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